
Theater in Kiel
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Zumindest frühe Formen des Theaters sind fast so alt, wie die Zivilisation. So ist es nicht verwunderlich, dass es die Menschen auch heute noch begleitet. Und das obwohl es durch Kino, Fernsehen, PC, Smartphone & Co viel Konkurrenz erfährt. Hier findest du aktuelle Theater-Termine:
Der Wind tost, ein Sturm bricht los. Ein Schiff gerät in schwere See und sinkt, die Überlebenden werden an den Strand einer Insel gespült. Hier leben fantastische Kreaturen: ein Luftgeist, ein Erdgeist, sprechende Tiere und eine Prinzessin. Ein Zauberer herrscht über die paradiesische Insel. Die Schiffbrüchigen versuchen, sich in dieser fremden Welt zurechtzufinden. »Der Sturm« entstand im Jahr 1611. Die Eroberung der sogenannten neuen Welt war in vollem Gange. Der Entdeckung Amerikas folgte die Kolonialisierung, heimkehrende Seeleute und Abenteuermenschen erzählten wundersame Geschichten über Völker aus fernen Ländern. Shakespeare erkannte früh, dass unser Bild dieser vermeintlich fremden Welten von unseren eigenen Projektionen, Wünschen und Ängsten geprägt war. Was ist das Fremde? Und wie verändern wir unseren eigenen Blick darauf? Inspiriert von den großartigen Figuren und Szenen aus Shakespeares Sturm, erkunden wir spielerisch und kindgerecht das Unbekannte – in uns selbst. Premiere: 21. März 2026
mehr InformationenLange vor unserer Zeit sahen die Tiere auf der Welt alle sehr ähnlich aus. Noch fehlte ihnen die jeweilige Besonderheit, die ihnen ihre ganz typische Charakteristik verlieh. Ein kleines Elefantenjunges zeichnete sich aber durch besondere Neugier aus und ging seiner Herde damit gehörig auf die Nerven. Viel mehr noch nervte sie allerdings Pau Amma, ein Riesenkrebs, der ihr Land beständig mit Überschwemmungen überzog. Da machte sich das Elefantenjunge zusammen mit seinem widerwilligen Freund, dem Kolokolovogel auf, um das Problem mit diesem Riesenkrebs ein für alle Mal zu lösen … Aus Rudyard Kiplings Erzählungen »Just So Stories for Little Children«, die im Deutschen den Untertitel tragen »Wie der Elefant zu seinem Rüssel kam«, machte das Autoren-Team Stiles und Drewe (u.a. »Honk!«) 1989 ein weltweit gefeiertes Familien-Musical, das die genretypische Heldenreise mit überraschenden und skurrilen Charakteren anreichert. Zu einer vielfältig bunten Musik, die einfach gute Laune macht, werden große Fragen gestellt nach Individualität und Gesellschaft, Grenzen und ihrer Überwindung und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Nach »König Keks«, »Pit und Paula«, »Marina, die kleine Meerjungfrau«, »Eloise« und »Die besseren Wälder« arbeitet Regisseurin Nele Tippelmann, Leiterin des Jungen Staatstheaters Karlsruhe, zum wiederholten Male mit den jungen Darsteller*innen des Kinder- und Jugendchores der Akademien am Theater Kiel.
mehr InformationenDer Wind tost, ein Sturm bricht los. Ein Schiff gerät in schwere See und sinkt, die Überlebenden werden an den Strand einer Insel gespült. Hier leben fantastische Kreaturen: ein Luftgeist, ein Erdgeist, sprechende Tiere und eine Prinzessin. Ein Zauberer herrscht über die paradiesische Insel. Die Schiffbrüchigen versuchen, sich in dieser fremden Welt zurechtzufinden. »Der Sturm« entstand im Jahr 1611. Die Eroberung der sogenannten neuen Welt war in vollem Gange. Der Entdeckung Amerikas folgte die Kolonialisierung, heimkehrende Seeleute und Abenteuermenschen erzählten wundersame Geschichten über Völker aus fernen Ländern. Shakespeare erkannte früh, dass unser Bild dieser vermeintlich fremden Welten von unseren eigenen Projektionen, Wünschen und Ängsten geprägt war. Was ist das Fremde? Und wie verändern wir unseren eigenen Blick darauf? Inspiriert von den großartigen Figuren und Szenen aus Shakespeares Sturm, erkunden wir spielerisch und kindgerecht das Unbekannte – in uns selbst. Premiere: 21. März 2026
mehr InformationenMel ist 16 und sieht schon ziemlich erwachsen aus. Sagt Papa. Trotzdem braucht sie noch einen Plan, um herauszufinden, wer sie ist. Und wo ihr Platz ist in der Welt. Die ist nämlich ganz schön kaputt und lädt nicht gerade zum unbeschwerten Träumen ein. Papa hat ihr »Moby Dick« geschenkt, ein echtes Abenteuer, findet er. Aber Mel will wirklich was erleben und nicht bloß vom Heldentum irgendwelcher Männer lesen, um die es in diesen Büchern immer geht. Als eines Nachts der Anruf kommt, dass etwas Krasses passiert ist, will sie eigentlich gerade für die Matheklausur am nächsten Tag lernen. Doch das jetzt ist wichtiger: Zehn Wale sind in der Bucht gestrandet, genau dort, wo sie mit ihrer Clique immer abhängt. Mel steigt aufs Rad, mitten in der Nacht, die sie für immer verändern wird: Denn wenn in den reißerischen Meldungen, die pausenlos ihr Handy fluten, von zehn Walen die Rede ist, warum liegen da am Strand nur neun? Und warum interessiert es niemanden, wo der zehnte ist? Mel begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit und entdeckt dabei nicht nur ihren Moby, sondern auch, dass Held*innentaten mit einem ersten, mutigen Schritt beginnen. »Und morgen streiken die Wale« ist ein atemloser Augenzeuginnenbericht, der uns mitnimmt in ein echtes Abenteuer. Keins von früher, sondern eins für jetzt. Für uns. Warum verschwimmen sich zehn Wale? Haben wir sie abgelenkt mit unserem Krach und dem ganzen Müll, den die Menschen in die Ozeane kippen? Wer ist verantwortlich und wer tut jetzt was dagegen?
mehr InformationenEin ganz normaler Montagnachmittag. Aber einer, der für einige Menschen einen großen Einschnitt bedeutet. Christine stirbt. Ganz plötzlich. An einer Hirnblutung, als sie im Supermarkt, als sie eine Flasche Wodka vom Regal nehmen will. Im gleichen Moment ist ihre Familie über ganz Nordengland verteilt. Im gleichen Moment stürzt sich ihr Mann Bernhard in eine amouröse Ménage-à-trois mit seiner langjährigen Geliebten und einer weiteren Frau. Im gleichen Moment wacht ihre Tochter Jess neben einem unbekannten Mann auf und verliebt sich. Zur gleichen Zeit streitet ihre andere Tochter Ashe mit ihrem drogenabhängigen Ex-Freund um Unterhalt für das gemeinsame Kind. Zur gleichen Zeit plagen ihren Sohn Steven panische Ängste vor dem eigenen Versagen im Studium und davor, von seinem Freund verlassen zu werden. Alle ringen um ihr eigenes Leben, während die Familie ausgerechnet durch die eigentlich tote Christine wie ein unsichtbares Band miteinander verbunden ist. Simon Stephens ist und bleibt einer der wichtigsten Dramatiker der Gegenwart, mit dem uns am Theater Kiel eine langjährige Aufführungstradition verbindet. In seinem 2019 uraufgeführten Stück verschneidet er virtuos verschiedene Handlungsstränge. Er entwirft Figuren, die schonungslos in all ihren Abgründen, ihrer Entfremdung untereinander und ihrer Verlorenheit im Leben gezeichnet werden, denen jedoch am Schluss aus Verlust und Trauer heraus eine stille Hoffnung gewährt wird. Am Ende ist Licht. Premiere 6. März 2026 (Schauspielhaus)
mehr InformationenDie Welt bricht zusammen: Dauerregen, einstürzende Brücken, Stromausfälle – sogar der Kaffeekocher explodiert im denkbar schlechtesten Moment. Und alle nehmen es hin. Alle? Nein! Eine kleine Gruppe Ehrenamtlicher hält stand – jede Dienstagnacht bei »Brightline«, der Telefonseelsorge. Der junge Joey wird ohne Umschweife ins kalte Wasser geworfen und merkt schnell: Hier läuft nichts, wie er es sich vorgestellt hat. Seine Kolleginnen und Kollegen? Engagiert, aber jeder bringt seine eigenen Probleme und Herausforde-rungen mit. In ihrem bröckelnden Keller lauschen sie Tragödien, Skurrilitäten und absurden Geständnissen. Sie trinken kalten Kaf-fee, essen zu viele Donuts, ertragen Obszönitäten, freunden sich mit den Menschen am anderen Ende der Leitung an – oder keifen zurück. Doch eines tun sie nie: Aufgeben. Schon gar nicht wegen der blöden Finsternis! Sam Steiners kurzweilige Tragikomödie über Resilienz wurde 2019 in Plymouth uraufgeführt. Und sie ist gerade wieder ein ganzes Stück aktueller geworden. Aus dem Englischen von Stefan Wipplinger Rechte bei Hartmann und Stauffacher GmbH Mit Marleen Marsau, Anam Vadgama, Florian Schwarz und Konstantin Schell Licht, Ton und Regie: Jörg Lippmann Pressestimmen: »Kieler theater hEXagon überzeugt in der Hansa48 mit der Inszenierung von ›Du blöde Finsternis!‹« » ist ein anrührender und reich beklatschter Theaterabend über das, was wirklich zählt, geglückt.« – Kieler Nachrichten zur Premiere Der Guardian schrieb zur Uraufführung: »Sam Steiner’s hilariously bleak show about helpline volunteers has a charming cynicism and moments of compassion« DU BLÖDE FINSTERNIS ist die erste neue Produktion von theater hEXagon e.V. (Freischwimmer, Babewatch, König Ubu, Creeps, Macbett uvm.) nach einer etwa 10-jährigen Kreativpause. Mit einem verjüngten und vergrößerten Team – und neuer Spielfreude. theater-hexagon.de/ http://www.youtube.com/watch?v=J6yAbxNoKmA
mehr InformationenHier kannst du in Kiel ins Theater gehen

Schauspielhaus
Holtenauer Straße 103,
24105 Kiel
Tel. 0431-901901
Mail: kartenservice@theater-kiel.de
Web: theater-kiel.de

Theater im Werftpark
Ostring 187 A,
24143 Kiel
Tel. 0431-901901
Mail: kartenservice@theater-kiel.de
Web: theater-kiel.de

Niederdeutsche Bühne
Wilhelmplatz 2,
24116 Kiel
Tel. 0431 17704
Mail: kontakt@nbkiel.de
Web: niederdeutschebuehne-kiel.de
Theater in Kiel – ein vielfältiges Erlebnis für Kulturbegeisterte. In unseren Berichten werfen wir einen Blick auf die lebendige Theaterszene Kiels, mit einem Blick auf das Schauspielhaus, das Sommertheater und die Niederdeutsche Bühne. Hier finden Besucher ein breites Spektrum an Bühnenkunst, von zeitgenössischen Stücken bis hin zu klassischen Dramen. Das Schauspielhaus Kiel etwa ist eine der Hauptspielstätten der Stadt, bietet nicht nur beeindruckende Aufführungen, sondern ist auch ein Treffpunkt für Kulturliebhaber. Entdecke mit uns die Vielfalt des Theaterprogramms in Kiel, lerne die Menschen hinter den Kulissen kennen:
Schauspiel Kiel – im Schauspielhaus
Theater Kiel. Ganze fünf Sparten sind unter diesen Oberbegriff zu subsumieren. In typisch lokaler Sprache ausgedrückt: Ein echtes Dickschiff. Da gibt es die Oper, das Philharmonische Orchester, das Ballett, das Junge Theater im Werftpark und das Schauspiel.

Mir geht es so: Mit dem Begriff Theater verbinde ich zunächst mal das Schauspiel, also ein Bühnenstück mit (überwiegend) gesprochenem Wort. Vielleicht geht es dir ganz ähnlich. Jedenfalls möchte ich diese spontane Assoziation zum Anlass nehmen und das Schauspiel Kiel zuerst einer genaueren Betrachtung „unterziehen“.
Also Theater. Bühnenstück. Der gedankliche Weg zur notwendigen Bühne ist nun nicht mehr weit. Und auch nicht zum dazugehörenden Zuschauerraum. Das Kieler Schauspielhaus hat sogar zwei davon. Vor der großen Bühne finden 400 Besucher Platz. Und dann gibt es da noch eine kleine Spielfläche – das Studio – in der du in viel intimerer Atmosphäre mit bis zu 99 anderen Zuschauern deinen Abend im Theater genießen kannst.

Genau wie das heutige Opernhaus wurde das Schauspielhaus in der Holtenauer Straße im Jahre 1907 als zweites Theater in Kiel eröffnet. Zunächst bot der Spielplan Operetten, Possen und Lustspiele. Nachdem ab 1949 für ca. fünf Jahre ein Kino sein „Gastspiel“ im Gebäude des Schauspielhauses hatte, durften danach wieder echte „Liveauftritte“ zur Unterhaltung des Publikums beitragen. Apropos Gastspiel: Solche sind heutzutage genauso im Programm wie die klassischen Werke der Bühnenliteratur oder Inszenierungen von Gegenwartsstücken.

Und mit der anfänglichen Assoziation des Bühnenstücks fließen weitere Bilder und Begrifflichkeiten in meine Gedanken: Kulisse, Kostüme, Applaus, Vorhang, Lachen, Weinen, Spannung. Ich denke zurück und krame in meinem Gedächtnis an Erinnerungen meiner ersten Theaterbesuche in der Stadt, in der ich aufwuchs. Zwei Stücke sind noch immer präsent: „Der Biberpelz“. Allein, dass ich den Namen des Stückes noch weiß, finde ich beachtlich. Ist es doch schon Jahrzehnte her. Gerade habe ich mal gegoogelt, von wem es eigentlich stammt: Gerhart Hauptmann schrieb das Stück bereits 1893. Keine Ahnung, ob ich das jemals wusste. Ich war noch ziemlich jung, vielleicht 10 oder 11, als ich das Stück zusammen mit meinen Eltern und meiner Schwester sah. Es war eine Abendveranstaltung und ich durfte notwendigerweise und ausnahmsweise länger aufbleiben, was für sich genommen schon ein Highlight war. Wir hatten uns alle ein wenig herausgeputzt, mit Kleid/Anzug und glänzenden Schuhen. Ich war soooo aufgeregt, fand die Schauspieler überwältigend, war von der Geschichte fasziniert, mochte den Geruch, das gedämpfte Gemurmel in den Rängen bevor es losging und in der Pause. Das imposante Gebäude, die roten Samtbezüge auf den Sitzen, die leicht knarrenden Stufen – einfach alles war dermaßen beeindruckend, dass ich es bis heute nicht vergessen habe. Am Ende der spannenden Geschichte gab es Standing Ovations und mir brannten die Hände.

Mit dieser durch die Rückblende erzeugten Stimmung will ich sofort mal wieder Theaterluft schnuppern. Hach! Mit dem zweiten Stück, das so eindrücklich in meinen Gedanken verhaftet geblieben ist, ist das Erlebnis verknüpft, dass sich eine der Schauspielerinnen verhaspelt hat. Es war nur eine Mini-Szene und tat der Qualität keinen Abbruch. Doch ich fühlte so sehr mit – mit ihr.
Und schon stürmen unzählige Fragen und Gedanken auf mich ein:
Gibt es heutzutage eigentlich noch immer noch Souffleure/Souffleusen? Gibt es eine hohe Fluktuation oder sind die Schauspieler gern sesshaft? Und wie genau ist das in Kiel? Wie groß ist hier das Ensemble? Wer entscheidet eigentlich darüber, was gespielt wird? Wird jedes Stück extra für Kiel inszeniert? Wer macht die Inszenierungen? Wie lange oder wie wird ein Stück gespielt? Gibt es Zweitbesetzungen? Wann gibt es Wiederaufnahmen von Stücken? Wie lange braucht ein Stück von der Entscheidung bis zur Premiere? Wie aufwändig ist der Kulissenbau? Wie viele Stücke gibt es pro Saison? Wie ist das Kieler Publikum aus Sicht der Schauspieler? (Aus Sicht des Publikums ist das Publikum höchstwahrscheinlich außergewöhnlich, kulturbegeistert, kritisch aber offen,…)
Die Antwort auf all diese und noch mehr spannende Fragen findest du demnächst in unserem Magazin.
Zu Besuch bei der Hauptprobe vom Sommertheater
Alle zwei Jahre treibt das Ensemble des Schauspielhauses nach draußen. Zum Sommertheater. Wir waren bei der Hauptprobe von Kabale&Liebe dabei. Was wir dort erlebt haben, siehst du im Video:
Unseren ausführlichen Bericht zum Sommertheater mit der Aufführung von Kabale&Liebe findest du hier.
Junges Theater im Werftpark
Als Erwachsener denkt man vermutlich nicht immer daran, ob und inwieweit auch den Kindern und/oder Jugendlichen das Theater gefällt. Können oder wollen sie sich auf die, üblicherweise für Erwachsene gedachten, Stücke einlassen? Ist es für sie (schon) verständlich oder doch zu kompliziert? Und interessiert sie überhaupt, was da aufgeführt wird? Andersherum betrachtet, wäre es wohl zielführender, die Frage zu beantworten, mit welchem Thema man die Kids und Teens „hinterm Ofen“ vorlocken könnte?

Dass sich schon hier sicherlich große Unterschiede auftun, liegt in der Natur der Sache; jedes Kindes- und Jugendalter hat seine Bedürfnisse. Nun will ich nicht platt daher schreiben, dass die „Jugend von heute“ für gar nichts anderes mehr als ihre, reichlich vorhandenen, Bildschirme zu begeistern ist, träfe das nämlich nicht den Kern und entspräche erst recht nicht den Tatsachen. Doch wie genau und womit man ihren Nerv trifft, wie man Interesse, Resonanz, Freude und Faszination weckt, das kann ich nicht einschätzen. Das Theater Kiel hat eine Antwort, denn großartiger Weise gibt es eine ganze Sparte eigens für den Bereich Junges Theater!

Weil für die ganz Kleinen andere Dinge als für die Teens spannend sein werden, hat sich das Junge Theater im Werftpark breit aufgestellt. Es gibt beispielsweise Märchen und Abenteuergeschichten im Programm. Eine meiner bleibenden Kindheitserinnerungen zu einer Märchenaufführung im Theater ist das Gefühl, dass ich mich sooo sehr zurückhalten musste, den Schauspielern nicht doch einfach zuzurufen, dass sich der Bösewicht hinter der Wand versteckte. Ich konnte ihn sehen! Die anderen Akteure auf der Bühne aber nicht. Fast bin ich geplatzt vor Aufregung und musste mir den Mund zuhalten, damit ich es nicht doch heraus posaune! Und während ich so darüber nachdenke, kommt in mir auch mein Wunsch wieder in den Sinn, unbedingt einmal diese opulenten Kostüme zu berühren und am liebsten auch anzuziehen! In meinen Kinderaugen waren sie unvorstellbar schön, kostbar und irgendwie geheimnisvoll…
Mitmachen und Selbermachen sind eine Devise. Denn in wie vielen Kindern und Jugendlichen besteht, zumindest zeitweise, der Wunsch Schauspieler zu werden? Bei den im Werftpark aufgeführten interaktiven Stücken beispielsweise kommt es gerade auf das Mitmachen des jungen Publikums an.

Und wenn der Wunsch nach dem Mitwirken auf der Bühne immer größer wird, ist Theaterpädagogik das Stichwort. In verschiedenen Theaterclubs haben junge Menschen aller Altersgruppen die Möglichkeit, (erste) Bühnenerfahrungen zu sammeln. Beim Proben und später auch bei Aufführungen, die ebenfalls Teil des Programms des Jungen Theater im Werftpark sind.
Gleich drei Veranstaltungsräume bietet das Junge Theater im Werftpark und damit viele Möglichkeiten, all die unterschiedlichen theatralen Formate aufzuführen. Schon seit 1989 ist es in dem ehemaligen Kino und Veranstaltungshaus am Ostufer beheimatet.
Neben den eigenen Stücken des Jungen Theaters findest du auch immer wieder Gastspiele, die sich mit jugendrelevanten Themen, wie zum Beispiel Cybermobbing oder dem Psychogramm eines frustrierten Lehrers beschäftigen. Du hast Lust auf ausgiebiges Lachen? Wie wäre es mit Impro-Theater? Das beste daran: Was für junge Menschen gut ist, muss für ältere erst recht nicht schlecht sein!

Selbstverständlich gibt es auch an den anderen Spielstätten des Theaters Kiel Aufführungen, die für die jungen Zuschauer interessant sind. Es lohnt sich immer, einen oder besser zwei Blicke ins Programmheft oder auf die Internetseite zu werfen.
Es bleibt zu resümieren, dass das Junge Theater so vielfältig ist, wie die jungen Menschen selbst.
Zu Besuch bei der Niederdeutschen Bühne

Jede Theater-Aufführung (mal abgesehen von etwaigen Mitschnitten) ist live, einmalig und von daher besonders. Du bist „nah dran“, hörst die Stecknadel fallen, wenn das Publikum neugierig dem Darsteller lauscht. Mit Glück, denn wer kennt es nicht, das nervöse Husten im Zuschauerraum, begleitet von Stoßgebeten, dass dies bitte rechtzeitig aufhören oder jemand einen Hustenbonbon parat haben möge…

Hinter den Theater-Kulissen
Du lauschst also den Stimmen, lässt dich von den Worten einfangen und schließlich von der Geschichte. Ein bisschen fieberst du vielleicht sogar manchmal mit den Akteuren auf der Theater-Bühne mit und drückst die Daumen, dass niemand den Text vergessen oder sich gar verhaspeln möge.

Mit diesen Bildern im Kopf sind wir losgezogen und haben der Niederdeutschen Bühne Kiel einen Besuch abgestattet. Im wahrsten Sinne haben wir dort hinter die Kulissen geschaut. Hinter die „Frau Holle“-Kulisse genauer gesagt. Ulli hat sich Zeit für uns genommen. Als Leiter der Niederdeutschen Bühne gewährte er uns sowohl erzählerische als auch visuelle Ein“blicke“ in das Theaterleben. Er berichtete von den vielen, vielen Funktionen – auch und gerade – im Hintergrund, die es für eine funktionierende Aufführung braucht. Vom Einlass, über das Catering, der Beleuchtung, dem Souffleur/der Souffleuse – um nur einige zu benennen.

Das Theater-Publikum in Kiel
Überrascht hat uns die Bandbreite der plattdeutschen Theaterstücke. Wir jedenfalls hätten nicht gewusst, dass man „Keinohrhasen“ auch „up platt“ in Kiel zu sehen bekommen könnte – und das live!
Neugierig waren wir natürlich auch, was denn die Theatermacher über das Kieler Publikum sagen? Gehofft haben wir – zugegebenermaßen – auf eine klitzekleine Lobhudelei. Und wurden nicht enttäuscht: Nach Ullis Einschätzung ist es nämlich – ganz im Gegensatz zu dem in einigen Großstädten – sehr offen und flexibel.

Und wenn du neugierig geworden bist, mehr erfahren möchtest – dann schau dir unser Video an, oder noch besser: Schau einfach mal in der Niederdeutschen Bühne vorbei!
Die Niederdeutsche Bühne im Video
Häufige Fragen und Antworten
Theater – Anbieter in Kiel
Das Schauspielhaus, das Werftparktheater, die Komdödianten… Kiel hat gleich mehrere Theater die auf deinen Besuch warten. Wann warst du das letzte Mal im Theater?

Schauspielhaus
Holtenauer Straße 103,
24105 Kiel
Tel. 0431-901901
Mail: kartenservice@theater-kiel.de
Web: theater-kiel.de

Theater im Werftpark
Ostring 187 A,
24143 Kiel
Tel. 0431-901901
Mail: kartenservice@theater-kiel.de
Web: theater-kiel.de
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