
Theater in Kiel
*Anzeige
Zumindest frühe Formen des Theaters sind fast so alt, wie die Zivilisation. So ist es nicht verwunderlich, dass es die Menschen auch heute noch begleitet. Und das obwohl es durch Kino, Fernsehen, PC, Smartphone & Co viel Konkurrenz erfährt. Hier findest du aktuelle Theater-Termine:
Zwei Betrüger, ein leerer Webstuhl – und ein Kaiser, der glaubt, nur die Klugen könnten seine Kleider sehen. Eine Geschichte über Täuschung, Eitelkeit und ein kleines Kind, das die Wahrheit sagt. Wir begleiten den Kaiser auf seiner Parade! Hans Christian Andersens Märchen wird humorvoll erzählt von Julian Melcher. Szenische Begleitung: Isabell Fleischhauer
mehr InformationenWer beim Ballett nicht nur zuschauen, sondern selbst tanzen möchte, hat diese Möglichkeit in unserer Open Dance Class. Sie ist offen für alle Menschen ab 18 Jahre, die bereits Grundkenntnisse im klassischen Ballett haben oder diese erwerben möchten. Geleitet wird die Open Dance Class von Jean Marc Cordero. Aus seiner jahrelangen Erfahrung als professioneller Tänzer weiß er, dass es nicht nur wichtig ist, die reine Technik zu lernen, sondern auch, was man damit tun kann und wie man sie tänzerisch umsetzt. Die Open Dance Class findet Sonntags um 11:00-12:30 Uhr im Ballettsaal des Opernhauses statt. Die Teilnahme kostet pro Termin 20 Euro. Anmeldung per Mail an: openclasskiel@gmail.com
mehr InformationenRegelmäßig, in der Regel immer zwei Wochen sonntags vormittags vor den großen Premieren im Schauspielhaus, findet die traditonelle Einführungsmatinee statt. Regisseure und Dramaturgen der jeweiligen Produktion stellen das Stück vor, erläutern das Inszenierungskonzept und stehen für Fragen zur Verfügung. Mitglieder des Schauspielensembles lesen thematisch passende Texte.
VorOrte der Spielzeit 2025/26
7. September 2025: Hans Fallada »Jeder stirbt für sich allein« mit Regisseur Jonathan Heidorn, Dramaturg Tristan Benzmüller und Mitgliedern des Ensembles
12. Oktober 2025 : Heinrich von Kleist »Der zerbrochne Krug« mit Regisseurin Annette Pullen, Dramaturgin Kerstin Daiber und Mitgliedern des Ensembles
9. November 2025: William Shakespeare »Viel Lärm um nichts« mit Regisseur und Generalintendant Daniel Karasek, Dramaturgin Kerstin Daiber und Mitgliedern des Ensembles
11. Januar 2026: Maria Lazar »Der blinde Passagier« mit Regisseur Malte Kreutzfeldt, Dramaturg Jens Paulsen und Mitgliedern des Ensembles
22. Februar 2026: Simon Stephens »Am Ende Licht« mit Regisseurin Jana Milena Polasek, Dramaturg Jens Paulsen und Mitgliedern des Ensembles
12. April 2026: E.T.A. Hoffmann »Der Sandmann« mit Regisseur Dariusch Yazdkhasti, Dramaturg Tristan Benzmüller und Mitgliedern des Ensembles
mehr InformationenBONBON erzählt von einer süßen Zwickmühle, vom Haben wollen und Verzichten sollen. Mit großer Fantasie bringt es Monsterzähne, Zitronenpipi und Überärger auf die Bühne. Wenn Wörter fehlen, werden neue erfunden und es wird mit viel Körpersprache weitererzählt. Unterstützt wird die Darstellerin von einer Loop-Station, die live eine ganze kleine Welt für die Ohren erschafft.
Im Anschluss an die Vorstellung ist das Publikum eingeladen, das Gesehene mit allen Sinnen nachwirken zu lassen. Teile der Bühne und Technik dürfen erkundet und ausprobiert werden.
BONBON ist ein Geschwisterstück. Denn Klein und Groß und Jung und Alt können gemeinsam ins Theater gehen. Die Inszenierung hält für alle Altersgruppen etwas bereit.
Babys und Kleinkinder verfolgen gespannt die vielen Töne, Bewegungen und Bilder.
Ältere Kinder fiebern bei der Geschichte mit, verfolgen fasziniert die tänzerischen Elemente und erraten, welche Figuren die Spielerin mit nur wenigen Mitteln andeutet.
Nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Christian Duda und Julia Friese.
Dauer: ca. 30 Minuten + Spielphase für das Publikum
Spiel: Franziska Plüschke
Altersempfehlung: 6 Monate bis 6 Jahre
Inszenierung: Franziska Plüschke und Anne Wittmiß
Veranstalter: mit ohne rosa. mobiles theater
„Ein Bonbon! So spät? Nanu? Ab in den Mund? Nein, ab ins Bett!“ BONBON erzählt von einer süßen Zwickmühle, vom Haben wollen und Verzichten sollen.
Es erwartet Sie ein Kindertheater zum Mitmachen. Statt nur zuzuschauen, können die jungen Besucherinnen und Besucher aktiv dabei sein, mitspielen und die Aufführung auf ihre eigene Weise mitgestalten. Das Theater findet auf unserer Bühne im Kino statt.
Im Mittelpunkt stehen Spaß, Fantasie und gemeinsames Erleben – ein Theaterangebot, das zum Ausprobieren, Mitmachen und Staunen einlädt.
mehr Informationen»Ein Traum ist ein Traum und Träume sind da, um in Erfüllung zu gehen«, sagt Molly Kelly und beschließt, ihren Traum wahr zu machen und Seemann zu werden. Aber die Seefahrt ist ein hartes Geschäft – und durfte früher nur von Männern erledigt werden. Deshalb verkleidet sie sich und heuert als Olly Kelly auf einem großen Segelschiff als Matrose an. Während eines Sturms wird sie von Schiff und Mannschaft getrennt und von einer Piratenmannschaft um Käpt’n Einauge aufgegriffen. Gerade soll sie den Haien zum Fraß vorgeworfen oder sonst irgendwie von den Piraten umgebracht werden, da gibt sie sich als Mädchen zu erkennen und ist gerettet. Denn das Piratengesetz verbietet es, Mädchen Leid anzutun. Und Gesetz ist Gesetz. Nachdem Molly den Piraten mit List zum Sieg über den berüchtigten Mack Skaldor verholfen hat, wählen diese sie – sehr zum Leidwesen von Käpt’n Einauge – zum neuen Piratenkapitän … Verzeihung, Kapitänin! Und schon ist aus dem kleinen Mädchen die große Piratenkapitänin Molly Kelly geworden, die die Kapitäne der sieben Weltmeere das Fürchten lehrt. Eva Maria Stütings ausdrucksstarker Monolog räumt auf mit klassischer Rollenverteilung und entführt das Publikum auf eine abenteuerliche Seereise.
mehr InformationenBONBON erzählt von einer süßen Zwickmühle, vom Haben wollen und Verzichten sollen. Mit großer Fantasie bringt es Monsterzähne, Zitronenpipi und Überärger auf die Bühne. Wenn Wörter fehlen, werden neue erfunden und es wird mit viel Körpersprache weitererzählt. Unterstützt wird die Darstellerin von einer Loop-Station, die live eine ganze kleine Welt für die Ohren erschafft.
Im Anschluss an die Vorstellung ist das Publikum eingeladen, das Gesehene mit allen Sinnen nachwirken zu lassen. Teile der Bühne und Technik dürfen erkundet und ausprobiert werden.
BONBON ist ein Geschwisterstück. Denn Klein und Groß und Jung und Alt können gemeinsam ins Theater gehen. Die Inszenierung hält für alle Altersgruppen etwas bereit.
Babys und Kleinkinder verfolgen gespannt die vielen Töne, Bewegungen und Bilder.
Ältere Kinder fiebern bei der Geschichte mit, verfolgen fasziniert die tänzerischen Elemente und erraten, welche Figuren die Spielerin mit nur wenigen Mitteln andeutet.
Nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Christian Duda und Julia Friese.
Dauer: ca. 30 Minuten + Spielphase für das Publikum
Spiel: Franziska Plüschke
Altersempfehlung: 6 Monate bis 6 Jahre
Inszenierung: Franziska Plüschke und Anne Wittmiß
Veranstalter: mit ohne rosa. mobiles theater
„Ein Bonbon! So spät? Nanu? Ab in den Mund? Nein, ab ins Bett!“ BONBON erzählt von einer süßen Zwickmühle, vom Haben wollen und Verzichten sollen.
| Dauer: 45 Minuten
Zwei der größten Stars des 20. Jahrhunderts treffen auch 2026 im Opernhaus Kiel wieder aufeinander: Der »blaue Engel« Marlene Dietrich begegnet dem »Spatz von Paris« Édith Piaf! Bereits seit der Spielzeit 2015/16 begeistern Ks. Heike Wittlieb als Leinwandgöttin Marlene Dietrich und Fenja Schneider in der Rolle der französischen Chanson-Größe Édith Piaf durch ihr bewegendes Spiel und die einfühlsame Verkörperung zweier Legenden des 20. Jahrhunderts. Mit großen Hits der beiden Stars, von »Lili Marleen«, »Die fesche Lola«, »Frag nicht, warum ich gehe« oder »Sag mir, wo die Blumen sind« bis zu »Milord«, »Chevalier de Paris«, sowie natürlich »La vie en rose« und »Non, je ne regrette rien« bietet »Spatz und Engel« ein mitreißendes Theatererlebnis und eine faszinierend ungewöhnliche Geschichte über wenig bekannte Details aus dem Leben zweier der bekanntesten Unterhaltungs-Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Unterstützt werden sie in dieser ganz neuen Fassung des Publikums-Hits von Linda Stach, die im Laufe des Abends in vielfältigen Rollen zu sehen ist. Nach wahren Begebenheiten schildern die beiden Autoren Daniel Große Boymann und Thomas Kahry in Spatz und Engel die überraschend enge Beziehung zwischen den beiden Ikonen des Showbusiness. Die international gefeierte deutsche Diva Marlene Dietrich entstammt einer wohlsituierten Berliner Familie, während Edith Piaf als Artistentochter sich den Weg aus bescheidenen Verhältnissen nach oben hart erarbeiten muss. 1948 begegnen die beiden unterschiedlichen Charaktere einander in New York und beginnen eine intensive Freundschaft mit Höhen und Tiefen bis zu Edith Piafs frühem Tod 1963.
mehr InformationenDie jüngste und schönste Tochter des Königs erhält von ihrem Vater als Geschenk eine goldene Kugel. Als sie damit im Schlossgarten spielt, fällt ihr die Kugel in den Brunnen. Die Prinzessin weint bitterlich, da taucht ein Frosch auf und bietet an, die Kugel zurückzuholen. Dafür muss sie ihm versprechen, seine Spielkameradin zu werden. Die Prinzessin gibt das Versprechen, denkt aber nicht daran, es zu halten…
mehr InformationenWohin, wenn man seine Heimat verliert? Wohin, wenn man nicht bleiben darf, stattdessen gnadenlos verfolgt wird? Deutschland in den 30er Jahren. Irgendwo an der Küste. Der jüdische Arzt Hartmann sieht nur eine Chance, seinen Peinigern zu entfliehen, und springt ins Hafenbecken. Er taucht ab. An Bord eines kleinen Paketbootes, das Waren entlang der dänischen Küste transportiert, sieht Carl den Flüchtenden und nimmt ihn heimlich auf. Er versteckt ihn im Lager zwischen Kisten und versorgt ihn mit trockener Kleidung und Essen. Aber wie bewahrt man ein Geheimnis an Bord eines kleinen Schiffes? Noch dazu das des eigenen Vaters? Es dauert nicht lang, bis seine Schwester Nina und ihr Verlobter Jörgen hinter das Geheimnis kommen. Sofort verschärft sich die Lage: Muss der Vater als Kapitän informiert werden? Welches Risiko ist man bereit zu tragen, um einem Geflüchteten zu helfen? In welche Gefahr stürzt Carl die Familie?
Der Fund von Maria Lazars Drama ist eine kleine Sensation: Im Jahr 2022 wurde es, mit vielen weiteren Texten der lange vergessenen Autorin, von ihrer Enkelin in einer verschlossenen Truhe in England gefunden. Seitdem erlebt das faszinierende Werk der Wiener Autorin eine kleine Renaissance. »Der blinde Passagier« entstand bereits 1938/39 im dänischen Exil und stellt hellsichtige, immer noch aktuelle Fragen: Welche Risiken ist man bereit einzugehen, um die eigene Humanität zu bewahren?
Premiere 16. Januar 2026 (Schauspielhaus)
mehr InformationenMalala geht gerne zur Schule, sie liebt es, ihre Freunde zu treffen und zu lernen. Bis die Taliban in ihrem Tal die Kontrolle übernehmen. Mädchen dürfen nicht mehr zur Schule gehen. Malala lässt sich nicht einschüchtern und tritt in Pakistan offen für das Recht aller Kinder auf Bildung ein. Bis zu dem Tag, der ihr Leben verändert. Am 9. Oktober 2012 wird Malala auf ihrem Schulweg in den Bergen von Taliban-Kämpfern niedergeschossen. Den Angriff im Schulbus überlebt Malala schwer verletzt. Doch der Anschlag ändert nichts an ihrer Überzeugung. Mit ihrem Engagement gegen religiösen Fanatismus und für die Rechte von Kindern, besonders von Mädchen, wird sie zur Symbolfigur. Die heute 26-jährige Malala Yousafzai erhielt 2014 den Friedensnobelpreis, als jüngste Preisträgerin aller Zeiten.
mehr InformationenAls kurz vor Weihnachten in Kopenhagen der fünfjährige Inuit-Junge Jesaja vom Dach eines Mehrfamilienhauses fällt und stirbt, ist für die Polizei schnell klar, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt. Doch daran glaubt Smilla nicht. Sie ist Nachbarin von Jesaja, arbeitslose Naturwissenschaftlerin, Polar-Expertin, kennt den Jungen flüchtig und ist wie er in Grönland aufgewachsen. Als sie den Tatort besichtigt, fallen ihr Ungereimtheiten auf und sie entdeckt Spuren im Schnee, die nicht zufällig entstanden sein können. Weil sie von der Polizei keine Hilfe bekommt, und Jesajas alkoholkranke und alleinerziehende Mutter nicht ernst genommen wird, unternimmt sie eigene Ermittlungen: Überrascht findet sie heraus, dass Jesasjas Tod mit dem seines Vaters auf einer Grönland-Expedition in Verbindung steht. Und die Fährte führt sie schließlich immer weiter zu einem Geheimnis im ewigen Eis, das seit vielen Jahrzehnten verschleiert werden soll …
Peter Høegs Weltbestseller führt aus einer ärmlichen Wohnsiedlung hinein ins menschenleere grönländische Eis. Auf geschickte Weise verknüpfen sich eine private Tragödie und ein spannender Kriminalfall um die skrupellose Ausbeutung der Natur mit der Suche nach den eigenen Wurzeln und der eigenen Identität zwischen zwei Welten.
Premiere 18. Januar 2026 (Studio Schauspielhaus)
mehr InformationenHier kannst du in Kiel ins Theater gehen

Schauspielhaus
Holtenauer Straße 103,
24105 Kiel
Tel. 0431-901901
Mail: kartenservice@theater-kiel.de
Web: theater-kiel.de

Theater im Werftpark
Ostring 187 A,
24143 Kiel
Tel. 0431-901901
Mail: kartenservice@theater-kiel.de
Web: theater-kiel.de

Niederdeutsche Bühne
Wilhelmplatz 2,
24116 Kiel
Tel. 0431 17704
Mail: kontakt@nbkiel.de
Web: niederdeutschebuehne-kiel.de
Theater in Kiel – ein vielfältiges Erlebnis für Kulturbegeisterte. In unseren Berichten werfen wir einen Blick auf die lebendige Theaterszene Kiels, mit einem Blick auf das Schauspielhaus, das Sommertheater und die Niederdeutsche Bühne. Hier finden Besucher ein breites Spektrum an Bühnenkunst, von zeitgenössischen Stücken bis hin zu klassischen Dramen. Das Schauspielhaus Kiel etwa ist eine der Hauptspielstätten der Stadt, bietet nicht nur beeindruckende Aufführungen, sondern ist auch ein Treffpunkt für Kulturliebhaber. Entdecke mit uns die Vielfalt des Theaterprogramms in Kiel, lerne die Menschen hinter den Kulissen kennen:
Schauspiel Kiel – im Schauspielhaus
Theater Kiel. Ganze fünf Sparten sind unter diesen Oberbegriff zu subsumieren. In typisch lokaler Sprache ausgedrückt: Ein echtes Dickschiff. Da gibt es die Oper, das Philharmonische Orchester, das Ballett, das Junge Theater im Werftpark und das Schauspiel.

Mir geht es so: Mit dem Begriff Theater verbinde ich zunächst mal das Schauspiel, also ein Bühnenstück mit (überwiegend) gesprochenem Wort. Vielleicht geht es dir ganz ähnlich. Jedenfalls möchte ich diese spontane Assoziation zum Anlass nehmen und das Schauspiel Kiel zuerst einer genaueren Betrachtung „unterziehen“.
Also Theater. Bühnenstück. Der gedankliche Weg zur notwendigen Bühne ist nun nicht mehr weit. Und auch nicht zum dazugehörenden Zuschauerraum. Das Kieler Schauspielhaus hat sogar zwei davon. Vor der großen Bühne finden 400 Besucher Platz. Und dann gibt es da noch eine kleine Spielfläche – das Studio – in der du in viel intimerer Atmosphäre mit bis zu 99 anderen Zuschauern deinen Abend im Theater genießen kannst.

Genau wie das heutige Opernhaus wurde das Schauspielhaus in der Holtenauer Straße im Jahre 1907 als zweites Theater in Kiel eröffnet. Zunächst bot der Spielplan Operetten, Possen und Lustspiele. Nachdem ab 1949 für ca. fünf Jahre ein Kino sein „Gastspiel“ im Gebäude des Schauspielhauses hatte, durften danach wieder echte „Liveauftritte“ zur Unterhaltung des Publikums beitragen. Apropos Gastspiel: Solche sind heutzutage genauso im Programm wie die klassischen Werke der Bühnenliteratur oder Inszenierungen von Gegenwartsstücken.

Und mit der anfänglichen Assoziation des Bühnenstücks fließen weitere Bilder und Begrifflichkeiten in meine Gedanken: Kulisse, Kostüme, Applaus, Vorhang, Lachen, Weinen, Spannung. Ich denke zurück und krame in meinem Gedächtnis an Erinnerungen meiner ersten Theaterbesuche in der Stadt, in der ich aufwuchs. Zwei Stücke sind noch immer präsent: „Der Biberpelz“. Allein, dass ich den Namen des Stückes noch weiß, finde ich beachtlich. Ist es doch schon Jahrzehnte her. Gerade habe ich mal gegoogelt, von wem es eigentlich stammt: Gerhart Hauptmann schrieb das Stück bereits 1893. Keine Ahnung, ob ich das jemals wusste. Ich war noch ziemlich jung, vielleicht 10 oder 11, als ich das Stück zusammen mit meinen Eltern und meiner Schwester sah. Es war eine Abendveranstaltung und ich durfte notwendigerweise und ausnahmsweise länger aufbleiben, was für sich genommen schon ein Highlight war. Wir hatten uns alle ein wenig herausgeputzt, mit Kleid/Anzug und glänzenden Schuhen. Ich war soooo aufgeregt, fand die Schauspieler überwältigend, war von der Geschichte fasziniert, mochte den Geruch, das gedämpfte Gemurmel in den Rängen bevor es losging und in der Pause. Das imposante Gebäude, die roten Samtbezüge auf den Sitzen, die leicht knarrenden Stufen – einfach alles war dermaßen beeindruckend, dass ich es bis heute nicht vergessen habe. Am Ende der spannenden Geschichte gab es Standing Ovations und mir brannten die Hände.

Mit dieser durch die Rückblende erzeugten Stimmung will ich sofort mal wieder Theaterluft schnuppern. Hach! Mit dem zweiten Stück, das so eindrücklich in meinen Gedanken verhaftet geblieben ist, ist das Erlebnis verknüpft, dass sich eine der Schauspielerinnen verhaspelt hat. Es war nur eine Mini-Szene und tat der Qualität keinen Abbruch. Doch ich fühlte so sehr mit – mit ihr.
Und schon stürmen unzählige Fragen und Gedanken auf mich ein:
Gibt es heutzutage eigentlich noch immer noch Souffleure/Souffleusen? Gibt es eine hohe Fluktuation oder sind die Schauspieler gern sesshaft? Und wie genau ist das in Kiel? Wie groß ist hier das Ensemble? Wer entscheidet eigentlich darüber, was gespielt wird? Wird jedes Stück extra für Kiel inszeniert? Wer macht die Inszenierungen? Wie lange oder wie wird ein Stück gespielt? Gibt es Zweitbesetzungen? Wann gibt es Wiederaufnahmen von Stücken? Wie lange braucht ein Stück von der Entscheidung bis zur Premiere? Wie aufwändig ist der Kulissenbau? Wie viele Stücke gibt es pro Saison? Wie ist das Kieler Publikum aus Sicht der Schauspieler? (Aus Sicht des Publikums ist das Publikum höchstwahrscheinlich außergewöhnlich, kulturbegeistert, kritisch aber offen,…)
Die Antwort auf all diese und noch mehr spannende Fragen findest du demnächst in unserem Magazin.
Zu Besuch bei der Hauptprobe vom Sommertheater
Alle zwei Jahre treibt das Ensemble des Schauspielhauses nach draußen. Zum Sommertheater. Wir waren bei der Hauptprobe von Kabale&Liebe dabei. Was wir dort erlebt haben, siehst du im Video:
Unseren ausführlichen Bericht zum Sommertheater mit der Aufführung von Kabale&Liebe findest du hier.
Junges Theater im Werftpark
Als Erwachsener denkt man vermutlich nicht immer daran, ob und inwieweit auch den Kindern und/oder Jugendlichen das Theater gefällt. Können oder wollen sie sich auf die, üblicherweise für Erwachsene gedachten, Stücke einlassen? Ist es für sie (schon) verständlich oder doch zu kompliziert? Und interessiert sie überhaupt, was da aufgeführt wird? Andersherum betrachtet, wäre es wohl zielführender, die Frage zu beantworten, mit welchem Thema man die Kids und Teens „hinterm Ofen“ vorlocken könnte?

Dass sich schon hier sicherlich große Unterschiede auftun, liegt in der Natur der Sache; jedes Kindes- und Jugendalter hat seine Bedürfnisse. Nun will ich nicht platt daher schreiben, dass die „Jugend von heute“ für gar nichts anderes mehr als ihre, reichlich vorhandenen, Bildschirme zu begeistern ist, träfe das nämlich nicht den Kern und entspräche erst recht nicht den Tatsachen. Doch wie genau und womit man ihren Nerv trifft, wie man Interesse, Resonanz, Freude und Faszination weckt, das kann ich nicht einschätzen. Das Theater Kiel hat eine Antwort, denn großartiger Weise gibt es eine ganze Sparte eigens für den Bereich Junges Theater!

Weil für die ganz Kleinen andere Dinge als für die Teens spannend sein werden, hat sich das Junge Theater im Werftpark breit aufgestellt. Es gibt beispielsweise Märchen und Abenteuergeschichten im Programm. Eine meiner bleibenden Kindheitserinnerungen zu einer Märchenaufführung im Theater ist das Gefühl, dass ich mich sooo sehr zurückhalten musste, den Schauspielern nicht doch einfach zuzurufen, dass sich der Bösewicht hinter der Wand versteckte. Ich konnte ihn sehen! Die anderen Akteure auf der Bühne aber nicht. Fast bin ich geplatzt vor Aufregung und musste mir den Mund zuhalten, damit ich es nicht doch heraus posaune! Und während ich so darüber nachdenke, kommt in mir auch mein Wunsch wieder in den Sinn, unbedingt einmal diese opulenten Kostüme zu berühren und am liebsten auch anzuziehen! In meinen Kinderaugen waren sie unvorstellbar schön, kostbar und irgendwie geheimnisvoll…
Mitmachen und Selbermachen sind eine Devise. Denn in wie vielen Kindern und Jugendlichen besteht, zumindest zeitweise, der Wunsch Schauspieler zu werden? Bei den im Werftpark aufgeführten interaktiven Stücken beispielsweise kommt es gerade auf das Mitmachen des jungen Publikums an.

Und wenn der Wunsch nach dem Mitwirken auf der Bühne immer größer wird, ist Theaterpädagogik das Stichwort. In verschiedenen Theaterclubs haben junge Menschen aller Altersgruppen die Möglichkeit, (erste) Bühnenerfahrungen zu sammeln. Beim Proben und später auch bei Aufführungen, die ebenfalls Teil des Programms des Jungen Theater im Werftpark sind.
Gleich drei Veranstaltungsräume bietet das Junge Theater im Werftpark und damit viele Möglichkeiten, all die unterschiedlichen theatralen Formate aufzuführen. Schon seit 1989 ist es in dem ehemaligen Kino und Veranstaltungshaus am Ostufer beheimatet.
Neben den eigenen Stücken des Jungen Theaters findest du auch immer wieder Gastspiele, die sich mit jugendrelevanten Themen, wie zum Beispiel Cybermobbing oder dem Psychogramm eines frustrierten Lehrers beschäftigen. Du hast Lust auf ausgiebiges Lachen? Wie wäre es mit Impro-Theater? Das beste daran: Was für junge Menschen gut ist, muss für ältere erst recht nicht schlecht sein!

Selbstverständlich gibt es auch an den anderen Spielstätten des Theaters Kiel Aufführungen, die für die jungen Zuschauer interessant sind. Es lohnt sich immer, einen oder besser zwei Blicke ins Programmheft oder auf die Internetseite zu werfen.
Es bleibt zu resümieren, dass das Junge Theater so vielfältig ist, wie die jungen Menschen selbst.
Zu Besuch bei der Niederdeutschen Bühne

Jede Theater-Aufführung (mal abgesehen von etwaigen Mitschnitten) ist live, einmalig und von daher besonders. Du bist „nah dran“, hörst die Stecknadel fallen, wenn das Publikum neugierig dem Darsteller lauscht. Mit Glück, denn wer kennt es nicht, das nervöse Husten im Zuschauerraum, begleitet von Stoßgebeten, dass dies bitte rechtzeitig aufhören oder jemand einen Hustenbonbon parat haben möge…

Hinter den Theater-Kulissen
Du lauschst also den Stimmen, lässt dich von den Worten einfangen und schließlich von der Geschichte. Ein bisschen fieberst du vielleicht sogar manchmal mit den Akteuren auf der Theater-Bühne mit und drückst die Daumen, dass niemand den Text vergessen oder sich gar verhaspeln möge.

Mit diesen Bildern im Kopf sind wir losgezogen und haben der Niederdeutschen Bühne Kiel einen Besuch abgestattet. Im wahrsten Sinne haben wir dort hinter die Kulissen geschaut. Hinter die „Frau Holle“-Kulisse genauer gesagt. Ulli hat sich Zeit für uns genommen. Als Leiter der Niederdeutschen Bühne gewährte er uns sowohl erzählerische als auch visuelle Ein“blicke“ in das Theaterleben. Er berichtete von den vielen, vielen Funktionen – auch und gerade – im Hintergrund, die es für eine funktionierende Aufführung braucht. Vom Einlass, über das Catering, der Beleuchtung, dem Souffleur/der Souffleuse – um nur einige zu benennen.

Das Theater-Publikum in Kiel
Überrascht hat uns die Bandbreite der plattdeutschen Theaterstücke. Wir jedenfalls hätten nicht gewusst, dass man „Keinohrhasen“ auch „up platt“ in Kiel zu sehen bekommen könnte – und das live!
Neugierig waren wir natürlich auch, was denn die Theatermacher über das Kieler Publikum sagen? Gehofft haben wir – zugegebenermaßen – auf eine klitzekleine Lobhudelei. Und wurden nicht enttäuscht: Nach Ullis Einschätzung ist es nämlich – ganz im Gegensatz zu dem in einigen Großstädten – sehr offen und flexibel.

Und wenn du neugierig geworden bist, mehr erfahren möchtest – dann schau dir unser Video an, oder noch besser: Schau einfach mal in der Niederdeutschen Bühne vorbei!
Die Niederdeutsche Bühne im Video
Häufige Fragen und Antworten
Theater – Anbieter in Kiel
Das Schauspielhaus, das Werftparktheater, die Komdödianten… Kiel hat gleich mehrere Theater die auf deinen Besuch warten. Wann warst du das letzte Mal im Theater?

Schauspielhaus
Holtenauer Straße 103,
24105 Kiel
Tel. 0431-901901
Mail: kartenservice@theater-kiel.de
Web: theater-kiel.de

Theater im Werftpark
Ostring 187 A,
24143 Kiel
Tel. 0431-901901
Mail: kartenservice@theater-kiel.de
Web: theater-kiel.de
Diese Beiträge könnten dich auch interessieren
MyPelvi – Beckenboden-Training
Beckenbodentraining ist für viele ein Thema, das erst dann präsent wird, wenn Beschwerden auftauchen. Dabei betrifft es Frauen und Männer gleichermaßen. Hier gibt es weitere Infos.
MeerRestaurant
Wusstest du, dass auf dem Gelände des Strander Yachtclub ein empfehlenswertes Restaurant beheimatet ist? Zugänglich für alle? Hier ist unser Bericht zum MeerRestaurant.
Willer Wald
Kennst du schon den Willer Wald? Pro Liter getanktem Kraftstoffumsatz, pflanzt Willer einen Quadratzentimeter Neuwald mit regionaltypischen Baumarten in Schleswig-Holstein.
Verpasse keinen Beitrag mehr
Folge uns jetzt auf Youtube, Facebook und Instagram. So verpasst du keinen Beitrag mehr…
Mache deinen Liebsten eine Freude
Was gibt es wertvolleres, als gemeinsame Zeit zu genießen? Mache deinen Liebsten eine Freude und verschenke einen Café- oder Restaurant-Besuch oder eine eine erlebnisreiche Unternehmung. In unserem Gutschein-Shop findest du das passende Geschenk.
Impuls
Mit diesem Gutschein verschenkst du schöne Momente im Impuls, dem offenen, hellen und puristisch-modern eingerichteten Café mit eigener Rösterei und preisgekröntem Kaffee.
TanTamar
Im TanTamar bekommst du asiatische Speisen mit thailändischem Schwerpunkt. Vor allem das grüne und rote Curry dort sind eine echte Empfehlung. Hier geht es zu den Gutscheinen.

Einer für alle
Bist du unschlüssig, worüber sich der/die zu Beschenkende freuen könnte? Der moinmoinKIEL-Gutschein ist bei allen teilnehmenden Gutschein-Partnern von moinmoinkiel einlösbar. Damit liegst du garantiert richtig!





